Berufswahlvorbereitung



Die Vorbereitung auf das Leben nach der Schule gehört zu den selbstverständlichen und wichtigen Aufgaben der Schule. Hierbei geht es insbesondere um konkrete Vorbereitung auf die Berufswelt. Die Zusammenarbeit mit der Berufsberatung des Arbeitsamtes kann an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt werden.
Auch in spezifischen Fächern der Hauptschule (Technik, Hauswirtschaft, Wirtschaftslehre) nimmt die Berufswahlvorbereitung einen breiten Raum ein.
In Klasse 9 findet das erste Schülerbetriebspraktikum statt. Vorbereitet und gestützt durch die Lehrer sammeln die Schülerinnen und Schüler erste Erfahrungen in einem Berufsfeld nach Wunsch über einen Zeitraum von drei Wochen. Die Suche nach dem Praktikumsplatz wird schwerpunktmäßig von den Schülern selbst organisiert. Die Lehrer stehen hier beratend zur Seite.
Zu Beginn der Klasse 10 erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre praktischen Erfahrungen in einem zweiten zweiwöchigen Praktikum. Hier erfolgt die Verteilung der Praktikumsplätze teilweise über die Schule, da das zweite Praktikum von allen Ahlener Hauptschulen gleichzeitig durchgeführt wird. Dieses zweite Praktikum dient der Vertiefung und Festigung des Berufswunsches, aber auch der Erweiterung der Berufsvorstellungen der Schülerinnen und Schüler. Aus diesen Praktika können sich (und haben sich) Ausbildungsmöglichkeiten, d.h. konkret Ausbildungsverträge ergeben.
Wir unterstützen unsere Schülerinnen und Schüler bei der Berufswahl und im Finden von Ausbildungsplätzen. Selbstverständlich beraten und begleiten wir unsere Schülerinnen und Schüler auch im Hinblick auf weiterführende schulische Ausbildungsgänge und Besuche weiterführender Schulen.

Ziel der Berufswahlvorbereitung

Ein beträchtlicher Teil des Lebens wird dadurch geprägt, ob und wie die Berufswahl gelingt.

Gegen Ende ihrer zehnjährigen Pflichtschulzeit sollen die Schülerinnen und Schüler der Overbergschule befähigt sein, eine erste eigene Entscheidung über ihren weiteren Weg zu treffen. Viele Möglichkeiten stehen offen, z.B.:

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Berufswahlfähikeit durch Unterricht

Die Berufswahlvorbereitung hat einen festen Platz im Fachunterricht. Sie soll ab Klasse 8  zunächst zu einer größeren allgemeinen Berufsreife führen. Zunehmend soll der Schüler sich selbst bestimmen:

Vor allem die Fächer des Lernbereichs Arbeitslehre und die Fächer Religion und Deutsch vermitteln Vorstellungen von der Arbeitswelt. Wiederholt erhalten die Schüler in den oberen Jahrgängen Anleitungen, ordentliche Bewerbungsunterlagen zu erstellen und Begründungen für ihre Berufswahl und Entscheidung zu formulieren. In Rollenspielen erarbeiten und üben sie Sprech- und Sprachstrategien für eventuelle Vorstellungsgespräche. Diejenigen, die gezielt eine weiterführende schulische Ausbildung anstreben, erhalten einen Überblick über die zur Zeit bestehenden weiterführenden Schulformen und deren Anforderungsprofile in Kurzform.

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Zusammenarbeit zwischen Schule und Berufsberatung

Unter dem Thema "Berufswahlvorbereitung bis hin zur Berufsfindung" beginnt im 8. Jahrgang für die Schülerinnen und Schüler der Overbergschule die Beratung durch die zuständige Berufsberaterin des Arbeitsamtes Ahlen, Frau Lux. Sie führt alle Schülerinnen und Schüler in die praktische Nutzung des Berufsinformationszentrums ein. Sie ist über die vielen vereinbarten Informations- und Beratungstermine in der Overbergschule hinaus auch an allen Elternsprechtagen präsent, zu denen jeweils Einladungen erfolgen, und steht zu spontanen Gesprächen zur Verfügung. Darüber hinaus kann jeder sie zu ihren verbleibenden  Dienststunden im Arbeitsamt Ahlen erreichen und dort Gesprächstermine erbitten.

Leider lässt sich das gewünschte Endziel, allen solche Ausbildungsplätze zu vermitteln, die mit den Interessen und Begabungen übereinstimmen, zur Zeit kaum realisieren. Wirtschaftliche Tendenzen grenzen die Wahlmöglichkeiten, den "Traumberuf" zu erlernen, stark ein. Um überhaupt einen Ausbildungsplatz zu bekommen, müssen große Abstriche gemacht werden.

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Betriebspraktika im Rahmen der Berufswahlvorbereitung

Große Bedeutung kommt im 9. Schuljahr dem dreiwöchigen Schülerbetriebspraktikum zu. Im 10. Schuljahr folgt (seit 1995) dann zur "Begegnung mit der Wirtschafts- und Arbeitswelt" ein zweiwöchiges Praktikum. Erkenntnisse über Anforderungen im Beruf und über die Eignung für den Beruf werden gewonnen, falsche Vorstellungen und Erwartungen korrigiert.

Während des Praktikums werden die SchülerInnen von der Klassenlehrerin/vom Klassenlehrer  betreut. Sie/Er sucht sie auch am Arbeitsplatz auf, holt Beurteilungen über Fleiß, Einsatzbereitschaft, Interesse, Eignung  usw. ein, räumt aber auch mal aufgetretene Schwierigkeiten aus. Die Schülerin/der Schüler führt während des Praktikums eine Praktikumsmappe, für die er nach einem fest vorgegebenen Aufgabenplan Berichte über seine Tätigkeit, Beschreibungen von Arbeitsvorgängen, Darstellungen seines Praktikumsbetriebes, Darstellung des Berufsbildes, eine Bewerbung mit einem Lebenslauf usw. erarbeitet. Besondere betriebsbezogene Themenbereiche werden mit dem Betreuer abgesprochen. Alle Arbeiten werden später vom Fachlehrer/den Fachlehrern für Wirtschaftslehre und Deutsch durchgesehen, korrigiert und bewertet.

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Schlussbemerkung

Die Berufswahlvorbereitung an der Overbergschule ist eine gemeinsame Aufgabe von Schule,  Elternhaus, Berufsberatung und den heimischen Betrieben (Dienstleistung, Handwerk und Industrie). Es gilt, die Jugendlichen zu motivieren, sich mit berufswahlbezogenen Informationen auseinanderzusetzen. Ihnen soll u. a. auch klar werden, dass es in vielen Fällen artverwandte, ähnliche Berufe gibt, die ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechen. Es wird versucht, sie zu systematischem Entscheidungstraining anzuleiten und ihnen schließlich Realisierungstechniken anzubieten.

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Berufswahlvorbereitung im 8. Jahrgang

Zeit

Art der Veranstaltung und der Informationen

Anfang des 2. Halbjahrs
  • Vorbereitung durch den Unterricht, auf die Berufs- und Arbeitswelt, bezogene fächerübergreifende Themen
  • Selbstfindung, Selbstbestimmung (s. o.), Träume und Zukunftspläne
  • Übersicht über Berufsfelder
  • Betriebserkundungen
Ende des 2. Halbjahrs Mai/Juni
  • Treffen der Schülerinnen und Schüler, Eltern und Klassenlehrer/Innen mit der Berufsberaterin im BIZ (u. a. Einführung in die Nutzung der Medien und Angebote der Agentur für Arbeit über das Internet - www.arbeitsamt.de)
  • Information über Art, Ablauf und Zielsetzungen der zukünftigen Zusammenarbeit
Juni/Juli
  • Einführung des Heftes "Mach's richtig" (Ausgabe der Bundesagentur  für Arbeit)
  • Nutzung der Medienliste 2004 (auch im BIZ erhältlich)
 

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Berufswahlvorbereitung im 9. Jahrgang

Zeit

Art der Veranstaltung und der Informationen

Anfang des 1. Halbjahrs
  • Berufsbilder im Überblick, Ausbildungschancen (Berufsberatung)
  • Fortsetzung der Arbeit mit "Mach's richtig"
  • Arbeiten mit der Informationsbroschüre "Beruf aktuell"
Mitte des 1. Halbjahrs
  • Vorbereitung des Schülerbetriebspraktikums durch das Thema "Arbeit und Lohn" als Projekt in allen Fächern
  • Elterninformation an einem Klassenpflegschaftsabend über organisatorische Vorgaben und  pädagogische Zielsetzungen des Praktikums
  • Erarbeitung von  Aufgabenstellungen für die Praktikumsmappe
  • Training von Vorstellungsgesprächen (Klassenraum: Lehrer/Schüler)
Mitte des 1. Halbjahrs  bis Mitte des 2. Halbjahrs
  • Berufsberatung in der Klassengemeinschaft (Agentur für Arbeit  Ahlen)
  • Berufliche Einzelberatung zur Klärung individueller Fragen (s. o.)
  • Zuordnung der angebotenen Praktikumsbetriebe
  • Materialbeschaffung für den vorgesehenen Praktikumsberuf (BIZ)
  • Training von Vorstellungsgesprächen und Berufseignungstests (Angebote u. a. der BEK, AOK usw.)
  • Persönliche Vorstellung der SchülerInnen in den Betrieben
  • Durchführung des Schülerbetriebspraktikums
  • Reflektion der Erfahrungen während des Praktikums unter Beteiligung der SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen, AusbilderInnen der Betriebe
  • Folgerungen für die Berufsfindung auswerten und formulieren
  • Möglichkeit zur beruflichen Einzelberatung nach Vereinbarung
  • Meldung zur Teilnahme an einem Berufseignungstest mit anschließender Auswertung (SchülerInnen, Arbeitspsychologe, Berufsberaterin)
Ende des 2. Halbjahrs
  • Auswahl der Stellen für das zweiwöchige Praktikum im 10. Jahrgangs unter Absprache mit den anderen Hauptschulen
  • Rückgabe der Praktikumsmappen
  • Erstellen von Bewerbungsunterlagen

 

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Berufswahlvorbereitung im 10. Jahrgang

Zeit

Art der Veranstaltung und der Informationen

Anfang des 1. Halbjahrs
  • Angebot des Agentur für Arbeit zu Betrieberkundungen in verschiedenen ausgewählten Berufsbereichen
  • Training von Vorstellungsgesprächen vor der Kamera und Berufseignungstests (Angebote u. a. der BEK, AOK, usw.)
  • Erkunden von Ausbildungsplatzangeboten auf Eigeninitiative, durch die Berufsberaterin, im Internet
  • Gezielte Einzelberatung durch der Agentur für Arbeit
Mitte des 1. Halbjahrs
  • Durchführung des zweiwöchigen Schülerbetriebspraktikums
  • Erstellen und Versenden von Bewerbungsunterlagen
  • Informationsbesuch im Bauberufszentrum (BBZ) Hamm (TOT)
  • Informationsveranstaltung des Berufskollegs Beckum
  • Informationsveranstaltung im Berufskolleg Ahlen und Hamm
  • Gelegenheit zur Einzelberatung am Elternsprechtag in der Schule
  • Auswertung des Praktikums
  • Dokumentation des Praktikums und Ausstellung
 Mitte des 2. Halbjahrs
  • Einstieg in die "Berufs- und Arbeitswelt
  • Die "Soziale Sicherung"
 

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Berufswahlvorbereitung für Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschlüsse

Überalterte Schulabgänger aus den unteren Jahrgängen werden rechtzeitig zu den Berufsberatungen des Arbeitsamtes eingeladen, wenn abzusehen ist, dass sie trotz aller angebotenen Förder- und Stützmaßnahmen und pädagogischen Einwirkungen voraussichtlich nicht mehr den 9. Versetzungsjahrgang durchlaufen werden.

Besonders mit diesen Schülerinnen und Schülern werden intensive Beratungsgespräche geführt, um gemeinsam einen Weg zu finden, über den später doch noch ein Einstieg in eine Berufsausbildung erreicht werden kann, eventuell über einen Umweg.

Gerade diese Schülerinnen und Schüler sollen sich nicht allein gelassen fühlen, vielmehr zur "Schule" ein Vertrauensverhältnis aufbauen und so auch über die Schulzeit hinaus jederzeit einen Ansprechpartner in ihrer Nähe wissen. Sie bedürfen der Ermutigung und Hilfe für einen neuen Start und Einstieg, der den meisten auch über den berufsbezogenen Weg gelingt.

Informationsmöglichkeiten

Arbeitsamt Ahlen
Service-Portal der Bundesagentur für Arbeit
Lehrstellen für Ahlen und Umgebung
Ausbildungsportal AUBI-plus



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